Backnang 4.0 — Symbiotische Gemeinschaften
Wettbewerb bei Urban Catalyst; Anerkennung im offenen städtebaulichen Wettbewerb (IBA 2027 Stuttgart)
Mit Backnang 4.0 wird die Industriegeschichte der Stadt als zukunftsweisendes, zirkuläres Stadtquartier fortgeschrieben, in dem physische, virtuelle und biologische Welten miteinander verschmelzen. Das Konzept gliedert sich in drei spezialisierte Gemeinschaften – das Innovationsquartier, das Versorgungsviertel und den Manufakturpark –, die durch die renaturierte Murr-Landschaft als ökologisches Bindegewebe miteinander vernetzt werden.
Ziel ist ein resilientes, klimaneutrales Ökosystem, das durch adaptive Architektur, geschlossene Stoffkreisläufe und innovative Mobilitätskonzepte eine gesunde Balance zwischen Wohnen, Arbeiten und Produktion schafft.
Zirkuläres Ökosystem und Stoffkreisläufe
Backnang 4.0 ist als zirkuläres Ökosystem konzipiert, in dem Ressourcen durch Wiederverwendung, Wiederaufarbeitung und Recycling konsequent in geschlossenen Stoffkreisläufen geführt werden. Dieser Ansatz beginnt beim resilienten Stadtumbau, der den Erhalt und die Aufwertung wertvoller Bestandsstrukturen ins Zentrum stellt, um Bauabfälle zu reduzieren und das kulturelle Erbe zu schonen. Die Architektur unterstützt diesen Kreislaufgedanken durch den Einsatz wiederverwendbarer Materialien und eine extrem flexible „tolerante Struktur“, die über Generationen hinweg an neue Bedürfnisse angepasst werden kann. Auch die Energieversorgung folgt diesem Prinzip: Ein intelligentes Anergienetz macht Abwärme aus der Produktion für andere Nutzungen verfügbar oder speichert sie saisonal, um eine vollständig klimaneutrale und synergetische Kreislaufgesellschaft zu etablieren.
Ausloberin
Stadt Backnang
in Kooperation mit Internationale Bauausstellung 2027
Verfahrensbetreuung kohler grohe architekten
Autorinnen
KERSTIN HÖGER ARCHITEKTEN GMBH Stadtplanung / Städtebau
urban catalyst Landschaftsarchitektur